Eltern in Elternzeit nicht vor vorzeitiger Kündigung geschützt

Auch für Arbeitnehmer in Elternzeit gelten bei einer Insolvenz des Arbeitgebers in jedem Fall die verkürzten gesetzlichen Kündigungsfristen von höchstens drei Monaten. Selbst wenn der Beschäftigte in Elternzeit mit der Kündigung seine beitragsfreie Krankenversicherung verliert, muss der Insolvenzverwalter darauf keine Rücksicht nehmen, urteilte am Donnerstag, 27.02.2014, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (AZ: 6 AZR 301/12).

Damit hatte die Klage einer bei einem Versandhandels-Unternehmen als Einkäuferin beschäftigten Frau ebenso wie in den Vorinstanzen auch vor den obersten Arbeitsrichtern keinen Erfolg. Als die Frau sich in Elternzeit befand, ging die Firma pleite. Wegen der Betriebsstilllegung kündigte der Insolvenzverwalter der Frau mit einer verkürzten dreimonatigen Kündigungsfrist zum 31.05.2010. Laut Arbeitsvertrag hätte er der Klägerin erst zum 30.06.2010 kündigen können.

Doch die Mutter hielt die frühzeitige Kündigung während der Elternzeit für rechtswidrig. Der verfassungsrechtliche Schutz der Ehe und Familie werde damit verletzt ...

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