LG Köln: Anhängen an fremde Angebote bei Amazon begründet keinen Urheberrechtsverstoß bezüglich der Produktbilder

Das Landgericht Köln musste sich in einer aktuellen Entscheidung wieder einmal mit einer Streitigkeit zwischen Amazon-Händlern über die für die Illustration der Angebote verwendeten Lichtbildern befassen. (LG Köln, Urteil v. 13.2.2014, Az. 14 O 184/13)

Grund für viele Streitigkeiten ist der Preiskampf auf Amazon

Der wahre Grund für den Streit unter den Händlern dürfte allerdings nicht im Urheberrecht liegen, sondern im ruinösen Preiskampf, der auf der auf Amazon zwischen den Händlern herrscht. Denn Amazon lässt anders als eBay die Einstellung eines Artikels (mit entsprechender Beschreibung) grundsätzlich nur einmal zu. Wird der entsprechende Artikel, was den Regelfall darstellt, von mehr als einem Verkäufer angeboten, müssen sich die weiteren Anbieter an den Artikel “anhängen”. Bei der Darstellung der Angebote auf der Amazon-Plattform wird dann nach dem Kaufpreis, der bei jedem Anbieter natürlich unterschiedlich sein kann, sortiert.

Es liegt auf der Hand, dass die so zwangsläufig in einer Artikelbeschreibung verbundenen Anbieter jetzt (ganz im Sinne von Amazon) damit beginnen, sich gegenseitig zu unterbieten, da jeder natürlich an erster Stelle gelistet sein will. Ähnlich wie bei Google schenken Käufer nämlich nur den ersten Platzierungen überhaupt Beachtung. Der Rest verkauft so gut wie gar nichts. Da der Preis für einen bestimmten Artikel nicht unbegrenzt gesenkt werden kann, wenn der jeweilige Anbieter nicht draufzahlen möchte, versuchen viele Händler, die Konkurrenz über das Markenrecht oder eben auch das Urheberrecht loszuwerden.

Der Bilder auf Amazon hochlädt, willigt in die Nutzung weiterer Anbieter ein

Im vom Landgericht Köln zu entscheidenden Fall stritten sich zwei Händler, die ursprünglich an den gleichen Amazon-Artikel “angehängt” waren ...

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