IT-Projektvertrag: Der Generalunternehmer und sein Auftraggeber

Bei komplexen IT-Projektverträgen beauftragt der Auftraggeber häufig einen Generalunternehmer, der sich zur Erfüllung seiner Pflichten, zumindest teilweise, eines oder mehrerer Dritten bedient. Der Generalunternehmer hat sich zweifach entsprechend vertraglich abzusichern: Einerseits dem von ihm beauftragten Dritten gegenüber (zum Subunternehmervertrag: „IT-Projektvertrag: Der Generalunternehmer und sein Subunternehmer“ ), andererseits gegenüber seinem Auftraggeber – zumal er das Risiko des Projekterfolges trägt…

1. Wichtige Regelungen im Generalunternehmervertrag

Nachfolgend einige Besonderheiten, die im Vertrag zwischen dem Generalunternehmer und dem Auftraggeber zu berücksichtigen sind, auch aus Sicht des Auftraggebers:

- Auswahl und Qualifikation des Subunternehmers

Für den Auftraggeber ist es wichtig, dass eine hinreichende fachliche Qualifikation des Subunternehmers gewährleistet ist. Der Generalunternehmer ist daher zur sorgfältigen Auswahl zu verpflichten und er hat den Auftraggeber zudem eventuell den Subunternehmer zu benennen. Auch kann die Beauftragung eines Subunternehmers von der Zustimmung des Auftraggebers abhängig gemacht werden. Die Zustimmung sollte aus Sicht des Generalunternehmers dann aber nur aus wichtigem Grunde verweigert werden dürfen. Auch eine umgekehrte Regelung ist denkbar: Der Generalunternehmer muss den Auftraggeber lediglich über den ausgewählten Subunternehmer informieren, der Auftraggeber hat jedoch ein Widerspruchsrecht.

- Verantwortlichkeit des Generalunternehmers für Subunternehmer

Subunternehmer sind in der Regel so genannte Erfüllungsgehilfen des Generalunternehmers, da er sich zur Erfüllung seiner eigenen vertraglichen Pflichten als Hilfsperson bedient (vgl. § 278 BGB) ...

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