I-ON New Media GmbH klagt…

…angebliche Ansprüche aus Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing ein, vertreten durch die Kanzlei Schulenberg & Schenk.

Betroffen ist das Filmwerk “Shamo – The ultimate Fighter“. Verlangt werden klageweise 500,- € Schadensersatz zzgl. 859,80 € Anwaltskosten.

Die Klägerin habe die Rechte am Werk einerseits per Lizenzvertrag von der Firma Arclight Films International erworben (wobei der Umfang der Rechteübertragung noch zu prüfen wäre) und andererseits die ursprüngliche Fassung ins Deutsche übersetzen lassen, was sie zur “Herstellerin” der deutschen Synchronfassung mache. Den unglaublichen Wert des Films belegt die klägerseitige Darlegung, dass das “Werk” auf DVD zum Preis von 5,60 € verkauft werde.

Die IP-Adressermittlung lief über die Firma Guardaley Ltd. und sei selbstverständlich komplett zulässig. Immerhin macht man sich die Mühe dies und auch die korrekte Ermittlung des Anschlussinhabers in concreto auf immerhin knapp 5 Seiten der Klage darzustellen.

Die Begründung des Schadensersatzanspruches folgt aus mehreren rechtlichen Perspektiven (nach GEMA-Richtlinien analog zur Berechnung von Musiktiteln; analog zur Berechnung bei Flash-Präsentationen, nach Rechtsprechung des LG Köln, des LG Düsseldorf oder des LG Frankfurt a.M., nach Lizenzanalogie (objektive Berechnung) sowie analog zur Berechnung bei gleichartigen Werken). Bei allen Berechnungen ergibt sich ein vielfaches des geltend gemachten Schadensersatzes, so dass sich die Frage stellt, welche Berechnungsmethode denn nun zum Tragen kam?!

Bezüglich der Anwaltskosten geht man von 20.000,- € Streitwert und selbstverständlich der Unanwendbarkeit von §97 Abs. 2 UrhG (a.F.) aus.

Die ursprüngliche Abmahnung stammte wohl von der Kanzlei Baumgarten Brandt ...

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