Lohn: Schriftliche Aufgabenverteilung schützt nicht vor Haftung

Haftet ein Geschäftsführer auch dann für nicht abgeführte Lohnsteuer, wenn in der Praxis ein Mitgeschäftsführer für die Abrechnung zuständig ist? Ja, urteilte jetzt das Finanzgericht Rheinland-Pfalz. Geklagt hatte der Geschäftsführer einer GmbH, die für mehrere Monate keine Lohnsteuer an das Finanzamt abgeführt hatte. Da beim Unternehmen selbst nicht zu holen war, nahm die Behörde den Geschäftsführer in Haftung. Der Mann argumentierte, dass nach einer internen Zuständigkeitsvereinbarung nur sein Mitgeschäftsführer für die Erledigung steuerlicher Aufgaben zuständig gewesen sei. Auf diese Rollenverteilung kann sich der Geschäftsführer laut Urteil aber nicht berufen. Er hafte als gesetzlicher Vertreter und trage zumindest eine gewisse Überwachungspflicht ...

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