Erkrankung während der Auslandsreise

Ein Reisender, der eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hat und im Urlaub erkrankt, hat nach den Versicherungsbedingungen die Notrufzentrale der Versicherung zu benachrichtigen. Geschieht das nicht, reicht allein die Vorlage der Krankenhausrechnung nebst weiteren Unterlagen für die Einstandspflicht der Versicherung nicht aus, wenn daraus keine Diagnose und keine medizinische Notwendigkeit der in Rechnung gestellten Medikamente und Untersuchungen erkennbar ist.

Mit dieser Begründung hat das Amtsgericht München in dem hier vorliegenden Fall die Klage eines Versicherten abgewiesen, dessen Versicherung die im Ausland angefallenen Krankenhauskosten nicht erstatten wollte. Der Kläger hat eine Auslandsreisekrankenversicherung bei einem Versicherungsunternehmen mit Sitz im Landkreis München abgeschlossen. Entsprechend den Versicherungsbedingungen ist im Krankheitsfall die Notrufzentrale zu verständigen, so dass der medizinische Dienst der Versicherung die Behandlung begleiten und den Rücktransport nach Deutschland organisieren kann. Auf einer Urlaubsreise in Kamerun erkrankte der Kläger in der Nacht vom 11. zum 12. April 2010 an Bauch- und Magenkrämpfen mit Erbrechen und Durchfall und erlitt einen Kreislaufzusammenbruch. Er wurde von Verwandten und Bekannten und die örtliche Klinik verbracht und dort stationär bis 19. April 2010 behandelt. Aufgrund seines Zustands konnte er die Notrufzentrale der Versicherung nicht verständigen. Er musste Krankenhauskosten in Höhe von 3 ...

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