Wenn es mal wieder länger dauert…

Das Strafverfahren sollte ursprünglich an einem einzigen Hauptverhandlungstag abgehandelt werden. Bei drei Angeklagten, einem Nebenkläger und zahlreichen Zeugen war das eine von Optimismus geprägte Verhandlungsplanung.

Wie es in Strafverfahren nicht selten geschieht, dauerte die Beweisaufnahme dann doch länger als vom Gericht erwartet. Ebenfalls nicht ganz ungewöhnlich war, daß nicht alle geladenen Zeugen das Gericht mit ihrer Anweseneit beehrten, so daß ein zweiter Verhandlungstag anberaumt werden mußte.

Als dann allerdings noch ein – möglicherweise entscheidender – Zeuge aufgetrieben werden konnte, wurde ein dritter Termin erforderlich. Angesichts der Anzahl der beteiligten Anwälte erwies sich die Terminsfindung indes als schwierig, zumnal für den Folgetermin nur drei Wochen zur Verfügung standen.

§ 229 Abs.1 StPO sieht nämlich vor, daß eine Hauptverhandlung nur bis zu drei Wochen unterbrochen werden darf. Wird diese Frist überschritten, so muß mit dem Verfahren von vorne begonnen werden ...

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