Konsultation zur Teilwertabschreibung in der Steuerbilanz – wir erklären die Hintergründe

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Die Finanzverwaltung will die Regeln zur Teilwertabschreibung in der Steuerbilanz neu ordnen. Vor diesem Hintergrund hat sie am 17.1.2014 den Entwurf eines BMF-Schreibens an die Verbände versandt, um diesen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Worum geht es dabei, und was steht auf dem Spiel?

Vermögensgegenstände werden in der Handelsbilanz mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und anschließend in der Regel nach ihrer technischen/wirtschaftlichen Nutzungsdauer abge­schrieben. Die Anschaffungskosten bestehen aus dem Kaufpreis samt der Kosten dafür, den Vermögensgegenstand in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, dazu kommen Notarkosten und ähnliches. Im Laufe der Zeit können sich diese fortgeführten (gegebenenfalls planmäßig abgeschriebenen) Anschaffungskosten vom tatsächlichen wirtschaftlichen Wiederverkaufswert entfernen. Wenn die fortgeführten Anschaffungskosten in diesem Sinne zu niedrig sind, spricht man von stillen Reserven. Diese werden im Jahresabschluss nicht aufgedeckt, solange sie noch nicht realisiert sind.

Wenn hingegen die fortgeführten Anschaffungskosten in diesem Sinne zu hoch sind, ist der eingetretene „Verlust“ im Jahresabschluss durch eine außerordentliche Abschreibung aufzuzeigen. Auf die Steuerbilanz bezogen, wird dieses so genannte Imparitätsprinzip aber wieder restriktiv ausgelegt, denn jeder steuerlich anerkannte Verlustbestand bewirkt tendenziell einen Steuerausfall. So haben sich sehr detaillierte Regelungen zur steuerlichen Teilwertabschreibung ergeben, deren restriktive Auslegung durch die Finanzverwaltung für viele finanzgerichtliche Auseinandersetzungen gesorgt hat ...

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