Gestürzt wegen einer Bierlache auf dem Boden

Der Jeck, der im Karneval eine Massenveranstaltung mit Alkoholkonsum (wie die “Lachende Kölnarena”) besucht, bei der zwangsläufig auch Getränke auf den Boden geraten müssen, tut dies im gewissen Umfang auch auf eigene Gefahr hin und kann von dem Veranstalter keine 100% Sicherheit verlangen.

Mit dieser Begründung hat das Oberlandesgericht Köln in dem hier vorliegenden Fall dem Kläger keinen Schadensersatz zugesprochen, den dieser aufgrund eines Sturzes von der Betreiberin der Veranstaltung “Lachende Kölnarena” begehrt hat. Nach dem Ende der Veranstaltung, als Tausende von Besuchern gleichzeitig zu den Ausgängen strömten, wobei viele Personen nicht ganz leere Bierfässer mit sich führten und dabei gleichzeitig Böden und Treppen mit auslaufendem Bier beschmutzten, ist der Kläger gestürzt. Eine feuchte Stelle auf einer Treppenstufe bzw. vor der Treppe hat nach den Angaben des Klägers den Unfall verursacht. Die Betreiberin wäre ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen. Daher verlangt er von ihr Schadensersatz.

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Köln wäre gemeinsame Voraussetzung aller Anspruchsgrundlagen, die hier in Betracht kommen, nämlich sowohl eines Anspruchs auf Ersatz des materiellen Schadens unter dem Gesichtspunkt der culpa in contrahendo oder der positiven Vertragsverletzung als auch eines Anspruchs auf Ersatz des materiellen und des immateriellen Schadens aufgrund der §§ 823 Abs. 1, 847, 31 BGB, der §§ 823 Abs. 2, 847, 31 BGB, 230 StGB oder der §§ 831, 847 BGB, dass die Beklagte ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt hätte und der Sturz des Klägers hierauf beruhte. Diese Voraussetzungen sind aus zwei Gründen nicht erfüllt:

Die Beklagte hat die ihr obliegende Verkehrssicherungspflicht nicht verletzt und der Kläger ist beweisfällig dafür geblieben, dass eine feuchte Stelle in Treppennähe bzw. auf einer Treppenstufe kausal für den von ihm vorgebrachten Sturz gewesen ist ...

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