Fliegende Pralinenschachteln beim Karnevalsumzug

Platzwunden beim Karnevalsumzug, die dadurch hervorgerufen werden, dass von einem Karnevalswagen aus mit einem Pralinenkarton geworfen wurde, gegeben dem geschädigten Besucher weder gegen den Werfer noch gegen den Veranstalter einen Schadensersatz- oder Schmerzensgeldanspruch.

Denn hierbei hat sich nach Ansicht des Amtsgerichts Aachen nur ein Verletzungsrisiko verwirklicht, in welches der Besucher durch seine Anwesenheit beim Rosenmontagsumzug eingewilligt hatte.

Es ist allgemein bekannt, dass bei Karnevalsumzügen von den Festwagen aus Gegenstände unter die Zuschauer geworfen werden. Dass hierdurch für die Zuschauer das Risiko besteht, von einem derartigen Gegenstand auch verletzt zu werden, kann auch dem geschädigtem Besucher nicht unbekannt geblieben sein. Wenn er gleichwohl als Zuschauer einen Karnevalsumzug ansieht, willigt er hierdurch konkludent in ein derartiges Verletzungsrisiko ein. Wenn er dann tatsächlich durch einen derart geworfenen Gegenstand verletzt wird, kann er daraus jedenfalls keine Schadensersatzansprüche ableiten.

Daran ändert auch auch der Umstand nichts, dass bislang lediglich mit Kamelle geworfen worden ist, andere Gegenstände dagegen, wenn überhaupt, nur von den Wagen an Zuschauer heruntergereicht, nicht aber in die Zuschauermenge geworfen wurden ...

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