Nazi-Kunstraub auf Clooney-Art: Mal flapsig, mal ernst, aber allemal unterhaltsam und bildgewaltig

10.200 Komparsen hat George Clooney für seinen in Deutschland gedrehten und auf wahren Begebenheiten basierenden Film “Monuments Men” eingesetzt, habe ich irgendwo gelesen, aber so richtig ist mir das bei unserem gestrigen Kinobesuch gar nicht aufgefallen. Kriegsszenen waren nicht viele zu sehen, und wenn, dann meistens ohne Kampfgeschehen, aber das muss ja auch nicht sein.

Sieben kunstbeflissene Männer in zum Teil schon fortgeschrittenen Alter werden von US-Präsident Roosevelt im Jahr 1944 beauftragt, in Frankreich, Belgien und Deutschland historisch wertvolle Kunstschätze vor den Nazis zu schützen oder – soweit diese schon abtransportiert wurden – an ihren Ursprungsort zurückzuschaffen. Also machen sie sich auf nach Europa, landen an einem vom US-Militär bereits eingenommenen Strand in der Normandie und verstreuen sich von dort aus in unterschiedlicher personeller Besetzung nach Gent, Paris und nach Deutschland, wo sie schließlich in stillgelegten Salzbergwerken und Minenstollen neben mehr als 100 Tonnen Nazi-Gold unendlich große Mengen geraubter Kunst - Vieles davon aus jüdischem Besitz - sicherstellen. Ein Großteil davon wird später an die Eigentümer zurückgegeben, darunter übrigens – das kommt nicht im Film vor – auch 125 Kunstwerke an den Kunstsammler Hildebrand Gurlitt, dessen greiser Sohn jüngst im Zusammenhang mit seiner unter dubiosen Umständen beschlagnahmten Sammlung in die Schlagzeilen geriet.

Das Thema ist unbestreitbar spannend und Clooney, der selbst Frank Stokes, den smarten Kommandeur der sehr speziellen Einheit, spielt, hat ein opulentes Starensemble aufgeboten, um dem Film Tiefe zu verleihen. Das gelingt ihm allerdings nur teilweise, manches ist reichlich flapsig in der Darstellung, aber allemal unterhaltsam ...

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