Rezension Zivilrecht: Europäisches Privat- und Wirtschaftsrecht

Langenbucher (Hrsg.), Europäisches Privat- und Wirtschaftsrecht, 3. Auflage, Nomos 2013 Von David Eckner, London Die Rechtssetzungspraxis des 21. Jahrhunderts ist wie noch nie von einer erheblichen Europäisierung getrieben. Neben punktuellen europäischen Interventionen in privatrechtliche Rechtsmaterien sind andere Bereiche, wie etwa das Finanzmarkt- oder Wettbewerbsrecht, fast ausschließlich umgesetztes oder unmittelbar anwendbares Europarecht. Die vorliegende Publikation widmet sich auf ganz ausgezeichnete Weise dem ‚Phänomen der Europäisierung‘ und schafft damit die (erste) Grundlage für eine zunehmende Befassung mit den Interdependenzen von Europa- und mitgliedstaatlichem Recht in der Lehre. Die Herausgeberin, Prof. Dr. Katja Langenbucher, Professorin am House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt a.M., hat mit dem Lehr- und Handbuch „Europäisches Privat- und Wirtschaftsrecht“ eine hervorragende Zusammenstellung zu acht essentiellen Rechtsmaterien geliefert, deren europäischer Einschlag unverkennbar ist. Neben der Herausgeberin haben Beiträge von acht weiteren Autoren das Buch bereichert. Die fast sechshundert Seiten liefern einen sehr guten Überblick zu den Rechtsmaterien. Wenngleich das Lehrbuch für die Praxis bei erstmaliger Befassung mit den europäischen Einflüssen auf die behandelten Rechtsgebiete nicht minder von Bedeutung ist, führen gerade die in den Fließtext eingebundenen Fallbeispiele für eine hohe Anwendungsorientierung des Lehrbuchs beim Studium der jeweiligen Bereiche. Das Werk ist im Detail sehr systematisch und strukturiert aufgebaut. Die Herausgeberin schildert und beschreibt in dem ersten Kapitel die Grundlagen der europarechtlichen Methodenlehre (S. 25–68), die bei der Rechtsanwendung unverzichtbar geworden sind ...Zum vollständigen Artikel

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