Patchwork-Familien: Wie erben Stiefkinder?

Die Deutsche Anwaltauskunft informiert:

Das Bürgerliche Gesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland feiert dieses Jahr seinen 114. Geburtstag. Da ist es nicht verwunderlich, dass gerade im Erbrecht die moderne Patchwork-Familie noch nicht angekommen ist. Deshalb ist eine Regelung durch ein Testament dringend notwendig. Die Deutsche Anwaltauskunft erklärt, worauf man hierbei achten sollte.

Stiefkinder sind alle Kinder, die ein Partner mit in eine Beziehung bringt. Dabei ist es unerheblich, ob die Partner verheiratet sind oder nicht; jedes leibliche Kind des anderen Partners wird als Stiefkind bezeichnet.Stiefkinder fallen nicht unter das gesetzliche Erbrecht, da dieses auf der Blutsverwandtschaft basiert. Da Stiefkinder und Stiefeltern gesetzlich nicht miteinander verwandt sind, sondern lediglich verschwägert, erben im Falle des Todes eines (Stief-)Elternteils also nicht alle Kinder gleich. Nach gesetzlicher Erbfolge haben Stiefkinder kein Recht darauf zu erben und gehen daher leer aus, während die eigenen Kinder zumindest das Recht auf einen Pflichtteil des Nachlasses haben.

Lösung: Testament

Sollen die Stiefkinder dennoch erben, bedarf es dafür einer so genannten „Verfügung von Todes wegen“. Dies ist eine Anordnung, die erst mit dem Tode des Verfassers wirksam wird. Meist handelt es sich dabei um ein Testament oder einen Erbschaftsvertrag.

Bei der Gestaltung einer solchen Verfügung gibt es jedoch einiges zu beachten: Zunächst ist es ratsam, sich zu vergewissern, dass es nicht bereits ein älteres Testament gibt. Denn das könnte dazu führen, dass das neue Testament unwirksam wird. Sollte bereits eines bestehen, muss dieses so geändert werden, dass es sich nicht mit dem neuen Testament widerspricht ...

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