Einkommensteuer: Häusliches Arbeitszimmer eines Wirtschaftsprüfer ist nicht zwingend ein Telearbeitsplatz

Das häusliche Arbeitszimmer des Partners einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft ist kein Telearbeitsplatz. Steht in der Praxis ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, können die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer wegen § 4 Abs. 5 S.1 Nr. 6b EStG nicht als Sonderausgaben geltend gemacht werden (BFH 21.11.13, VIII B 134/12). Das für die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft (Partnerschaftsgesellschaft) typische Leistungsspektrum wurde in den Praxisräumen erbracht, in denen auch der Partner sein Büro hatte. Dem Partner stand zudem ein Raum in der eigenen Wohnung zur Verfügung. Dieser Raum war als Büro ausgestattet, verfügte über umfangreiche Fachliteratur sowie eine technische Ausstattung, die dem Beigeladenen den Zugriff auf das EDV-System der Gesellschaft ermöglichte. Der Raum wurde im Streitjahr zur Prüfung von Daten und Unterlagen, Anfertigung von Arbeitspapieren und gutachterlichen Stellungnahmen, Erstellung von Prüfungsberichten, der Ausarbeitung betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Konzepte und zur Vorbereitung auf finanzgerichtliche Klageverfahren genutzt. Die Nichtzulassungsbeschwerde war unter anderem damit begründet worden, dass das FG von einer Entscheidung des FG Rheinland-Pfalz (19.1 ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK