Die Rechtmäßigkeit einer Dopingsperre

Auch wenn die zwischen den Parteien geschlossene Schiedsvereinbarung unwirksam ist, steht die Nichtigkeit der Schiedsvereinbarung einer Anerkennung des Schiedsspruchs nicht entgegen. Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche wegen einer Dopingsperre bestehen nicht, wenn die Dopingsperre gerechtfertigt war. Hat das Schiedsgericht die Sperre für rechtmäßig erklärt, ist das Gericht an die Ausführungen des Schiedsgerichtes gebunden und muss daher ohne eigene weitere Prüfung davon ausgehen, dass die Sperre rechtmäßig war.

So hat das Landgericht München I in dem hier vorliegenden Fall einer bekannten Eisschnellläuferin entschieden, die eine gegen sie verhängte Dopingsperre als rechtswidrig feststellen lassen wollte und darüber hinaus Schadensersatz und Schmerzensgeld begehrt hat. Die Klägerin war im Jahr 2009 nach der Feststellung erhöhter Retikulozytenwerte im Blut von der Disziplinarkommission des internationalen Eisschnelllaufverbandes für zwei Jahre gesperrt worden. Die Klägerin hatte sowohl mit dem deutschen als auch mit dem internationalen Eisschnelllaufverband Athletenvereinbarungen unterzeichnet, in denen eine Schiedsgerichtsvereinbarung enthalten war. Auf Anrufung des Internationalen Sportschiedsgerichts CAS durch die Klägerin hat dieses die Rechtmäßigkeit der Sperre bestätigt.

Mit der Klage vor dem Landgericht München I hat die Klägerin die Feststellung der Rechtswidrigkeit einer gegen sie verhängten Dopingsperre gefordert, und außerdem die Zahlung von rund 3,5 Mio. Euro Schadensersatz und ein angemessenes Schmerzensgeld von 400.000,- Euro sowie die Feststellung der Erstattung künftiger Schäden. Die Klage richtet sich gegen den deutschen und den internationalen Eisschnelllaufverband ...

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