Kündigung aufgrund von Facebook-Einträgen: Worauf Arbeitnehmer achten sollten

Exzessive Nächte, der Clubbesuch am Wochenende oder der Geburtstag der besten Freundin. Einen Grund zum Feiern gibt es immer. Meistens landen die Fotos besagter Veranstaltungen dann auf Facebook, Instagram und anderen sozialen Netzwerken. Wer nicht aufpasst, kann allerdings seinen Arbeitsplatz riskieren. Nicht jeder Arbeitgeber sieht seine Mitarbeiter gerne nassgeschwitzt mit Bierflasche in der Hand auf der Theke tanzen. Insbesondere dann nicht, wenn man am Montagmorgen nicht erholt auf der Arbeit erschienen ist. Genauso, wenn sich ein Arbeitnehmer krank meldet und in der Zeit, in der er am Arbeitsplatz fehlt, beim Shoppen oder Freizeitsport abgelichtet wird.

Dabei ist das Privatleben grundsätzlich privat. Es steht unter dem Schutz des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Artikel 2 Abs. 1 in Verbindung mit Artikel 1 Abs. 1 Grundgesetz). Deswegen ist der Arbeitgeber grundsätzlich nicht berechtigt aus dem privaten Verhalten seiner Arbeitnehmer arbeitsrechtliche Konsequenzen zu ziehen.

Es gibt allerdings Ausnahmefälle, in denen sich das private Verhalten auf den betrieblichen Bereich auswirkt und das Arbeitsverhältnis stört. In diesem Fall können sich gegebenenfalls arbeitsrechtliche Konsequenzen ergeben. Wir stellen Ihnen einige Fälle vor, in denen sich die Gerichte damit beschäftigt haben, welche Konsequenzen Arbeitgeber aus dem Onlineverhalten ihrer Mitarbeiter ziehen dürfen.

Loyalitätspflicht des Arbeitnehmers Stämmiger Lagerist

Der erste Fall spielte sich im letzten Sommer am Arbeitsgericht Krefeld (Az.: 3 Ca 1384/13) ab: Ein 21-jähriger Lagerist hatte ein Hochzeitsfoto auf Facebook veröffentlicht, auf dem er seine frisch verheiratete und hochschwangere Ehefrau auf Händen durch ein Herz trug. Das Problem der Situationsromantik war, dass er bereits einige Wochen wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben war. Außerdem war er von der Arbeit freigestellt, weil er angeblich keine schweren Kisten heben könne ...

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