Das Zwei-Wochen-Dilemma

von Wilfried Recker

Das Zwei-Wochen-Dilemma

27. Februar 2014

Beim Kauf einer Immobilie vom Bauträger wird jedem Kaufinteressenten eine mindestens zweiwöchige Überlegungsfrist eingeräumt, bevor der Kauf bindend abgeschlossen werden kann. So will es der Gesetzgerber im jüngst novellierten Beurkundungsgesetz (§ 17 Abs. 2 a S. 2 Nr. 2 BeurkG). Die Überlegungsfrist ist eine Schutzfrist; sie soll im Interesse des Verbraucherschutzes sicherstellen, dass sich Käufer vor der endgültigen Entscheidung umfassend über alle, für die Kaufentscheidung relevanten tatsächlichen und rechtlichen Umstände informieren können (vgl. z.B. Bundesgerichtshof, Urteil vom 07.06.2013 – III ZR 121/12). Das klingt nach wirksamem Verbraucherschutz, aber welchen Wert hat die Schutzfrist in der Praxis wirklich? Bei realistischer Betrachtung: Der Wert der Schutzfrist hält sich wohl eher in Grenzen. Warum ist das so?

Beim Kauf einer Immobilie vom Bauträger muss der Käufer tatsächliche und rechtliche Beurteilungen vornehmen, die ein technischer und juristischer Laie vorzunehmen regelmäßig nicht in der Lage ist ...

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