Zum Schmerzensgeldanspruch bei unwirksamer Einwilligung in prothetische Zahnversorgung

In welcher Weise muss ein Zahnarzt einen Patienten über eine prothetische Versorgung mittels Einzelkronen oder einer Verblockung vollständig aufzuklären? Vor dieser Frage stand das Oberlandesgericht Hamm im Fall einer Patientin in einer aktuellen Entscheidung.

Das Oberlandesgericht entschied zugunsten der Klägerin.

Wenn beide in Frage kommenden Behandlungsmethoden medizinisch gleichermaßen indiziert und üblich sind und wesentlich unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen aufweisen, so dass der Patient eine echte Wahlmöglichkeit hat, muss ein Zahnarzt einen Patienten über eine prothetische Versorgung mittels Einzelkronen oder einer Verblockung vollständig aufklären.

Der Entscheidung vom 17.2.2014 lag folgender Sachverhalt zugrunde:

Im Jahre 2007 empfahl der Beklagte, ein in Bochum niedergelassener Zahnarzt, der im Jahre 1942 geborenen Klägerin eine prothetische Neuversorgung und gliederte sodann neue Brücken und Veneers im Unter- und im Oberkiefer ein.

Im Jahre 2009 beendete die Klägerin die Zahnbehandlung durch den Beklagten und verlangte Schadensersatz.

Sie machte Beschwerden bei der Nahrungsaufnahme und überempfindliche Zähne geltend und führte diese auf die neue Versorgung zurück ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK