Wenn die Bank ein Zertifikat als Staatsanleihe verkauft

Eine Bank haften ihrem Kunden wegen fehlerhafter Kapitalanlageberatung auf Schadensersatz, wenn sie ihm gegenüber ein Zertifikat unzutreffend als Staatsanleihe bezeichnet.

nspruchsgrundlage ist § 280 Abs. 1 BGB. Diese Norm setzt voraus, dass ein Schuldner im Rahmen eines Schuldverhältnisses schuldhaft eine Pflicht verletzt und dadurch dem Gläubiger ein kausaler Schaden entsteht. Diese Voraussetzungen liegen vor.

Zwischen den Parteien bestand ein Schuldverhältnis in Form eines Anlageberatungsvertrags.

Die Bank hat auch eine Pflicht verletzt. Ein Anlageberater muss anleger- und objektgerecht beraten. Die Beratung war weder anleger- noch anlagegerecht. Inhalt und Umfang der Beratungspflichten hängen von den Umständen des Einzelfalls ab.

Maßgeblich für die anlegergerechte Beratung sind der Wissensstand, die Risikobereitschaft und das Anlageziel des Kunden. Zur anlegergerechten Beratung gehört, dass die empfohlene Anlage den Kundenwünschen entspricht. Die vom Berater T. empfohlene Anlage entsprach nicht den Kundenwünschen.

Zwischen den Parteien ist unstreitig, dass der Anleger und der Zedent dem Berater ausdrücklich mitgeteilt hatten, dass sie kein Zertifikat wollen. Die Bank hat diese vom Anleger eingeführte Behauptung auch auf den ausdrücklichen gerichtlichen Hinweis in der mündlichen Verhandlung nicht bestritten.

Bei der vom Berater empfohlenen, streitgegenständlichen Anlage handelt es sich aber um ein Zertifikat. Als Zertifikate werden Schuldverschreibungen bezeichnet, die über derivative Komponenten verfügen. Ihr Wert hängt vom Wert vom Wert anderer Finanzprodukte ab. So war es hier.

In Bezug auf das Anlageobjekt hat sich die Beratung auf diejenigen Eigenschaften und Risiken zu beziehen, die für die jeweilige Anlageentscheidung wesentliche Bedeutung haben ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK