Tratschtanten und Besserwisser

In den Fall Edathy mischt sich nun auch die Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Person dessen Vorsitzenden Rainer Wendt ein. Er zeigt sich verärgert über das Verhältnis von Politik, Justiz und Sicherheitsbehörden – so missfällt ihm besonders die Kritik am Bundeskriminalamt:

Es kann nicht sein, dass neugierige Politiker ihre Nasen tief in die Ermittlungsarbeit hineinstecken und hinterher als Tratsch-Tanten und Besserwisser auftreten und Ermittler beschimpfen.

Ziemlich unverschämt würden sich Politiker in Ermittlungsvorgänge einmischen, bestehen darauf, ständig informiert zu werden und würden die Ermittlungsergebnisse dann auch noch herumtratschen. Schließlich würden sie die Unabhängigkeit der Behörden durch unverhohlene politische Willensbekundungen und gezielte Personalauswahl begrenzen. Er fordere künftig eine größere Unabhängigkeit der Ermittlungsbehörden durch eine Entflechtung von Politik und Ermittlungsbehörden sowie eine Neuregelung von Berichtspflichten.

Enge Berichtspflicht ist unverzichtbar

Dass es so einfach nicht ist, liegt auf der Hand ...

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