Die DNA-Analyse beim “Kampfhund” – 94 % nicht immer ausreichend

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte in einem Eilverfahren darüber zu entscheiden, ob ein eventuell als “Kampfhund” einzuordnender Hund im Wege des Sofortvollzugs weggenommen werden kann, obwohl noch ein Klageverfahren läuft, und, wie das Ergebnis eines DNA-Gutachtens im vorläufigen Rechtsschutz zu bewerten ist.

Darum ging es:

Der Hund „Aaron“ wurde im Jahr 2003 von der Tochter der Antragstellerin an einer Autobahnraststätte aufgefunden. Seither wird der Hund in der Wohnung der Antragstellerin gehalten, sie füttert ihn und geht mit ihm spazieren. Die Tochter T der Antragstellerin ist nach Angaben der Antragstellerin unter derselben Adresse gemeldet und zahlt die Hundesteuer. Sie hat den Hund bei der Antragsgegnerin als Boxermischling angemeldet.

Die Antragsgegnerin wurde erstmals im Mai 2008 auf den Hund aufmerksam. Mehrere andere Hundebesitzer hatten bei der Antragsgegnerin angezeigt, dass es mit „Aaron“ zu Beißvorfällen gekommen sei.

Daraufhin überprüften Bedienstete der Antragsgegnerin am 10.06.2008 die Hundehaltung durch T in der Wohnung der Antragstellerin. Dabei wurde festgestellt, dass der Hund kein gesteigertes aggressives Verhalten zeige. Da der Hund den Kommandos von T keinen Gehorsam leistete, wurde empfohlen, den Hund nur angeleint auszuführen.

Am 23.12.2012 wurde der Antragsgegnerin ein weiterer Vorfall gemeldet, wonach „Aaron“ am 22.12.2012 einen anderen Hund angegriffen habe und die Antragstellerin nicht dazwischen gegangen sei.

Mit Schreiben vom 14.01.2013 lud die Antragsgegnerin die Antragstellerin mit „Aaron“ vor. Bei dieser Vorsprache am 21.01.2013 fertigte der Sachbearbeiter der Antragsgegnerin Fotos von dem Hund an. Es wurde festgestellt, dass der Gehorsam des Hundes eher schlecht ausgeprägt sei. Die Amtstierärztin stellte anhand der Fotos fest, dass es sich bei dem Hund um einen reinrassigen American Staffordshire Terrier handeln könne ...

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