Überprüfung der Arztrechnung vor Weiterleitung an die private Krankenversicherung

Eine privat krankenversicherte Person hat vor Einreichung einer Rechnung bei ihrem Versicherer zu prüfen, ob die auf der Rechnung aufgeführten Leistungen auch tatsächlich durchgeführt wurden. Insoweit besteht zumindest eine nebenvertragliche Pflicht. Werden von der Krankenversicherung Behandlungskosten bezahlt, die nicht erbracht worden sind, kann die Versicherung den Betrag von der Patientin zurück verlangen, wenn diese den Fehler auf der Rechnung fahrlässig nicht bemerkt hat.

So die Entscheidung des Amtsgerichts München in dem hier vorliegenden Fall einer privat versicherten Münchnerin deren Versicherung den Betrag für eine nicht durchgeführte Akkupunkturbehandlung von ihr zurück verlangt hat. Im Jahr 2003 erhielt die Frau eine Bioresonanztherapie bei einem Arzt für bioenergetische Medizin und Naturheilverfahren in der Innenstadt von München. In der Rechnung wurden vom Arzt u.a. eine Akkupunkturbehandlung und eine Infiltrationsbehandlung abgerechnet, obwohl er diese Behandlungen tatsächlich nicht vorgenommen hatte. Die Patientin reichte die Arztrechnung bei ihrer Privatversicherung ein. Die Behandlungskosten wurden der Patientin von ihrer Krankenversicherung erstattet ...

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