Wenn nach Verkehrsunfall Verdienstausfall vom Schädiger verlangt wird – Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?

Ein Geschädigter, der nach einem Verkehrsunfall Ersatz eines Verdienstausfalls begehrt, hat die unfallbedingte Entstehung eines Erwerbsschadens in der geltend gemachten Höhe schlüssig darzulegen.

Darauf hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf mit Urteil vom 08.10.2013 – I-1 U 226/12 – hingewiesen.

Die Entstehung eines finanziellen Ausfallschadens aufgrund bei einem Verkehrsunfall davongetragener Körperverletzungen mit der Folge einer zeitweisen Arbeitsunfähigkeit, betrifft die haftungsausfüllende Kausalität, in deren Rahmen dem Geschädigten die Darlegungs- und Beweiserleichterungen der §§ 252 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB ), 287 Abs. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) zugute kommen. Folglich setzt der Schadensnachweis eine Überzeugungsbildung des Tatrichters voraus, für die eine je nach Lage des Falles „höhere oder deutlich höhere, jedenfalls überwiegende Wahrscheinlichkeit“ genügen kann. Danach braucht der Geschädigte nicht zu beweisen, dass und in welcher Höhe Einkünfte ohne den Unfall mit Gewissheit erzielt worden wären; es genügt der Nachweis einer gewissen Wahrscheinlichkeit.

Andererseits muss der Geschädigte hinreichende Anhaltspunkte für eine Schätzung nach § 287 ZPO liefern, also auch ausreichende Schätzungsunterlagen vorlegen. Er muss die Tatsachen für eine gewisse Wahrscheinlichkeit der Gewinnerwartung darlegen und ggfs. beweisen ...

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