TroKo - Kondome sind unsicher, weiss doch jeder

Die beiden hatten am 12.03.2004 geheiratet. Am 21.04.2004 gebar sie einen Knaben.

Während der Empfängniszeit für dieses Kind hatte sie auch Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann, wobei allerdings Kondome benutzt wurden.

Nach Trennung focht sie im Juli 2009 die Vaterschaft ihres Ehemannes an. Der wollte - warum auch immer - Vater bleiben und beantragte Klageabweisung mit der Begründung, die Mutter habe die zweijährige Anfechtungsfrist versäumt.

Das FamGericht gab der Klage nach Einholung eine Sachverständigengutachten statt.

Der Ehemann und bisherige rechtliche Vater ging in Berufung - und gewann.

Das OLG Köln führte dazu aus, aufgrund des Geschlechtsverkehrs mit dem anderen Mann habe die Frau bereits vor der Geburt Kenntnis von Umständen gehabt, die die nicht ganz fernliegende Möglichkeit der Abstammung des Kindes von einem anderen Mann ergäben. Auch wenn bei dem Geschlechtsverkehr Kondome verwendet worden seien, habe die Klägerin nicht hinreichend sicher sein können, dass der Dritte als Erzeuger ausscheide. Damit sei die Anfechtungsfrist im Juli 2009 versäumt gewesen.

Die Revision der Mutter blieb erfolglos.

Der BGH (Urteil v. 11.12 ...

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