Kündigung droht: BARMER GEK streicht 3.500 Arbeitsplätze

Arbeitsrecht

Laut eigener Pressemitteilung vom heutigen 24. Februar 2013 steht die deutsche Krankenkasse BARMER GEK vor umfassenden Umstrukturierungsmaßnahmen, die einen mittelfristigen Personalabbau von 3.500 Arbeitsplätzen zur Folge haben wird. Der Stellenabbau soll nach Angaben der BARMER GEK in enger Abstimmung mit der Personalvertretung sozialverträglich und unter Berücksichtigung der Beschäftigteninteressen erfolgen.

Begründet wird diese Maßnahme sowohl mit einer Anpassung an ein sich veränderndes Kundenverhalten als auch an sich ändernde Wettbewerbsbedingungen. “Die noch gute Finanzausstattung der Krankenkassen wird sich spürbar verschlechtern. Während die Ausgaben für Medikamente, Kliniken und Ärzte anziehen, stehen auf der Einnahmeseite reduzierte Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds bevor.”, so der Kassenchef. (Pressemitteilung BARMER GEK v. 24.02.2014).

In nächster Zeit werden eine Vielzahl von BARMER Mitarbeitern eine Kündigung erhalten und sich erfahrungsgemäß fragen, ob -und wenn ja- welche Möglichkeiten sie haben, sich gegen ihre Entlassung zur Wehr zu setzen. Die folgenden Hinweise sollen hierbei eine erste Hilfestellung bietet, können eine anwaltliche Beratung jedoch nicht ersetzen:

1. Grundlegendes

Eine Kündigung bedarf zu ihrer Wirksamkeit zwingend der Schriftform, § 623 BGB. Eine mündliche oder per E-Mail übermittelte Kündigung ist hingegen ungültig.

Das Kündigungsschreiben muss den Kündigungsgrund nicht beinhalten. Etwas Anderes gilt nur bei Ausbildungsverhältnissen (§ 22 III BBiG) oder wenn es vertraglich vereinbart wurde. Im Falle einer fristlosen Kündigung muss der Arbeitgeber die Kündigung jedoch unverzüglich begründen, wenn er hierzu aufgefordert wird.

Arbeiten in Ihrem Unternehmen regelmäßig mehr als 10 Mitarbeiter (§ 23 I S. 3 KSchG), gilt das Kündigungsschutzgesetz. Dieses stellt besondere Anforderungen an die Wirksamkeit einer Kündigung ...

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