Doping: Mehr Strafrecht ist keine Lösung

Die Olympischen Winterspiele 2014 sind in vollem Gange – jedoch scheint kein großes Sportereignis mehr ohne zumindest einen Doping-Verdachtsfall auszukommen. Diesmal geht es um eine deutsche Biathletin, der in der A– und B-Probe ein positives Ergebnis bescheinigt wurde.

Mehr Strafrecht gleich weniger Doping? // Foto: Karin Jähne / pixelio.de

Mit schärferen Regelungen vorrangig im Arzneimittelrecht, aber auch im Strafgesetzbuch will der Bundesrat potenziellen Dopingsündern wieder einmal den Kampf ansagen. Dazu legte die Länderkammer einen entsprechenden Gesetzentwurf (BT-Drs. 18/294) vor, mit dem Ziel, die Dopingbekämpfung im Leistungssport „effektiver“ zu gestalten: „Sowohl der Besitz als auch die Anwendung von Doping-Mitteln sollen unter Strafe gestellt werden“, ließ uns der Bundesjustizminister Heiko Maas in der vergangenen Woche wissen. „Es droht gedopten Sportlern also künftig nicht mehr nur die Wettkampfsperre, sondern das Gefängnis.“ Wie muss es allerdings um eine Gesellschaft bestellt sein, die sich nach Kräften müht, alles irgendwie Unerwünschte unter Strafe zu stellen?

Die geplanten Änderungen im Einzelnen

Der Gesetzesentwurf sieht vor, die Verbotsregelungen im Arzneimittelgesetz (AMG) um Handeltreiben mit den dem Doping zugrunde liegenden Wirkstoffen zu ergänzen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK