Crowdfunding – Wenn Private für Banken einspringen

Dr. Roman Hager

Die Freiheitsstatue in New York hat große Symbolkraft für die liberale Welt und auch für die Geschichte des Crowdfunding.

Nur durch eine große Spendenaktion war ihre Errichtung möglich. Durch die Verbreitung der elektronischen Medien sind die Möglichkeiten, eine große Masse an potentiellen Geldgebern auf direktem Weg zu erreichen, scheinbar grenzenlos geworden. Diese Möglichkeiten wurde vor allem in den USA früh erkannt und konnten über diesem Weg vor allem zunächst kleinere Projekte finanziert werden. Die Ambitionen sind seitdem gestiegen und sollen nun auch große Projekte und Unternehmen von Finanzierungen im Wege des Crowdfunding profitieren.

1. Was ist Crowdfunding?

Bei Crowdfunding werden Gelder von einer Vielzahl von Personen zum Zweck der Finanzierung von kleinen Projekten (e.g. Kunstausstellungen, Produktion von CDs, etc.) oder Produktentwicklungen (e.g. Apps, IPad Cases, Wohnwagen etc.) eingesammelt.

2. Ist Crowdfunding aber auch für Unternehmensfinanzierungen geeignet?

Diese Frage ist von hoher Relevanz, da alternative Finanzierungsformen insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe im Lichte der Veränderungen bzw. Schrumpfens des Bankenfinanzierungsmarktes dringend gesucht werden. Um die Frage zu beantworten, lohnt ein Blick auf die rechtlichen Grenzen des Crowdfundings.

3. Welche Regulatorische Schranken sind bei Crowdfunding zu beachten? 3.1. Einlagengeschäft im Sinne des BWG

Crowdfunding-Modelle laufen Gefahr, beim Geldnehmer als konzessionspflichtiges Einlagengeschäft qualifiziert zu werden. Gemäß dem BWG ist die gewerbsmäßige „Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung oder als Einlage“ ein Bankgeschäft, das ausschließlich von beaufsichtigten Kreditinstituten durchgeführt werden darf ...

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