VKH vor Ablauf des Trennungsjahres - Strenge Sitten in Celle

Er beantragt im Mai 2013 VKH für einen Scheidungsantrag. Zur Begründung trägt er vor, er sei zum 01. April 2013 aus der Ehewohnung ausgezogen. Zuvor habe man innerhalb der ehelichen Wohnung getrennt gelebt. Härtegründe werden nicht vorgetragen.

Sie bestätigt den Auszug zum 01.04.13, ein Getrenntleben innerhalb der ehelichen 2-Zimmer-Woihnung sei allerdings schon wegen der Enge der Wohnung rein technisch nicht möglich gewesen.

Er trägt nicht weiter vor, sondern besteht auf einer baldigen Entscheidung über seinen VKH-Antrag. Das AG lehnt diesen ab.

Nach Nichtabhilfe ist das OLG im Januar 2014 zur Entscheidung berufen – und weist die Beschwerde ab.

Entgegen der vom Antragsteller - allerdings bereits ohne jegliche Substanz - vertretenen Auffassung vermag der Senat auch weder eine vermeintliche „Gerichtspraxis“ festzustellen, nach der bereits nach einer neunmonatigen Trennung ein Scheidungsantrag eingereicht werden dürfte, noch wäre eine tatsächliche derartige „Praxis“ überhaupt geeignet, die ausdrückliche gesetzliche Regelung außer Kraft zu setzen ...

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