Sportler vor Gericht

Mit dem Umstand, dass der Profispieler bei der Hertha BSC, Peer Kluge, mit seinem Eilantrag beim Arbeitsgericht Berlin, entgegen der Anweisung durch den Verein wieder am Training der ersten Profimannschaft teilnehmen zu dürfen, abgeblitzt ist, erzähle ich wohl wahrlich nichts Neues. Die Entscheidung selber verwundert auch eher wenig, da sich der Spieler schlicht vertraglich auch zur Teilnahme am Training der zweiten Mannschaft verpflichtet hatte (ArbG Berlin, Beschluss vom 18.02.2014 - 38 Ga 2145/14). An dieser Entscheidung wird allerdings wieder einmal etwas deutlich, was in früheren Zeiten unter den Arbeitsjuristen heftig umstritten war: Profisportler und auch Trainer sind Arbeitnehmer! So finden sich aus der jüngeren Vergangenheit gleich diverse Entscheidungen durch Arbeitsgerichte, bei denen Profisportler oder Trainer ihre Rechte eingeklagt haben. Das Arbeitsgericht Aachen erklärte in einem Rechtsstreit nicht nur die Kündigung eines gesamten Trainerstabes für unwirksam, sondern auch gleich die dortigen Vertragsklauseln, welche eine Kündigungsschutzklage ausgeschlossen hatten, gleich mit (ArbG Aachen, Urteil vom 22.02.2013 - 6 Ca 3662/12). Das LAG Hamm stellte in einer Sache, in der sich schlussendlich der Trainer mit dem Verein verglichen hatte, fest, dass die Entlassung eines Trainers wegen Arbeitsverweigerung zulässig sei (LAG Hamm, Vergleich vom 19.07.2011 - 14 Sa 1896/10) ...Zum vollständigen Artikel

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