Unzulässige Werbung gegenüber Kindern bei Onlinespielen

von Martina Lehner

Werbung in Onlinespielen, die sich an Kinder richtet, ist wettbewerbsrechtlich unzulässig. Doch wann ist eine Werbung als unmittelbare Kaufaufforderung gegenüber Kindern einzustufen?

Der Online-Spiele-Anbieter Gameforge hatte auf der Website des Online-Fantasierollenspiels „Runes of Magic“ u.a. mit der Aussage “Schnapp Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse 'Etwas'!” für den kostenpflichtigen Erwerb von (virtuellen) Spielgegenständen geworben. Nach dem Anklicken eines Links öffnete sich eine neue Internetseite, auf der das beworbene Zubehör nebst Preisen im Einzelnen aufgeführt war und direkt erworben werden konnte. Die Zahlung war sowohl per Kreditkarte auf Guthabenbasis als auch per sms möglich.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. hatte gegen diese Art der Werbung geklagt, da es sich um eine an Kinder gerichtete unmittelbare Kaufaufforderung handele, die beworbene Ware selbst zu erwerben, was wettbewerbsrechtlich stets unzulässig sei.

Entscheidung des Gerichts

Der BGH gab der Auffassung der Verbraucherschützer Recht und untersagte Gameforge die Werbung mit dem streitgegenständlichen Slogan mit Urteil vom 17.07.2013 – Az. I ZR 34/12.

Zur Begründung führte der BGH aus, dass „nach dem beworbenen Produkt und der gesamten Art und Weise der Ansprache davon auszugehen ist, dass in erster Linie Minderjährige und darunter gerade auch Minderjährige, die das 14 ...

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