Schwer zu finden: Der beste Chef der Welt

Kennen Sie Stromberg? Na klar, fast jeder hat ihn schon mal in der gleichnamigen Fernsehserie gesehen. Dann wissen Sie vielleicht auch, wie sich Stromberg selbst findet. Ziemlich super, so mein Eindruck. Man kann es kaum fassen, wenn man ihm zuschaut, wie er in der Serie mit seinen Mitarbeitern umgeht (hier eine Kostprobe im Video). Nur: Das ist Fiktion. Wir lachen darüber. Denn Bernd Stromberg erscheint wie ein Ventil für unsere eigenen Sorgen. Weil es in der Realität anders aussieht. Oder was denken Sie, wie sich Ihr Chef ganz persönlich einschätzt? Ob er sich für eine gute Führungskraft hält? Wahrscheinlich schon, oder?

Nun, da ist er keine Ausnahme. Denn satte 95 Prozent der Führungskräfte in diesem Land finden sich selbst ziemlich cool. Oder anders ausgedrückt: In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das “Handelsblatt” gaben nahezu alle Befragten an, dass sie sich für eine gute und bei den Mitarbeitern akzeptierte Führungskraft hielten. Wie passt das zusammen mit dem Eindruck, dass viele persönlich oft niemanden zu kennen glauben, der von sich behauptet, einen tollen Chef zu haben. Warum weichen die Wahrnehmungen so krass voneinander ab?

Auch das Folgende kommt aus einer Umfrage: 85 Prozent der Arbeitnehmer sind in ihrem Job unzufrieden, so das Meinungsforschungsinstitut Gallup. Jeder vierte Mitarbeiter habe „innerlich gekündigt“. Dienst werde nur noch nach Vorschrift gemacht. Die daraus resultierende Unproduktivität ist in Zahlen fast gar nicht mehr zu erfassen: 138 Milliarden Euro pro Jahr, so Gallup. Nach was bemisst sich so ein Wert? Wer kann ihn errechnen?

Und noch was: Die Ruhr-Uni in Bochum hat vor ein paar Jahren Arbeitnehmer befragt, die von sich aus gekündigt haben. Was deren Prio 1-Kündigungsgrund gewesen sei? Die häufigste Antwort? Sie ahnen es: Der Chef ...

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