Milder Winter – wenig Absatz: Take-or-Pay-Risiken im Gasmarkt

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Der Winter ist fast vorbei, und die Hoffnung der Gasversorger auf einen Kälteeinbruch wie in den letzten beiden Jahren schwindet. Dass sich die Handelsmarktpreise seitwärts entwickeln, spiegelt die Erwartung des Marktes, dass in diesem Winter nicht mehr viel Menge abgesetzt wird. Wer sich vorab anhand der Verbrauchswerte der letzten Jahre eingedeckt hat oder sogar strategische Long-Positionen im Sinne einer geplanten Ausweitung von Mengen z. B. im Rahmen von Vertriebsoffensiven in externen Netzgebieten eingegangen ist, sollte bald einen Blick auf seine bisherige Absatzmenge werfen und prüfen, inwieweit vertragliche Mindestabnahmemengen auf Jahresebene überhaupt noch erreicht werden können.

Lange Zeit waren so genannte Take-or-Pay-Klauseln durch den Vorlieferanten häufig dahingehend ausgestaltet, dass eine vorab bestimmte Mindestmenge, in der Regel 80 Prozent des erwarteten Jahresabsatzes, entweder abgenommen oder selbst bei Nichtabnahme zumindest bezahlt werden musste. Doch in den letzten Jahren wurde dieser rechtlich umstrittene Klassiker durch den Markt erheblich modifiziert. Die Varianten sind so unterschiedlich wie die Gasversorger, die sie anbieten:

So gibt es die Option, nicht abgenommene Mindestmengen, Marktmündigkeit vorausgesetzt, selbst zu vermarkten ...

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