Keine Haft mehr: Bewährung für Verena Becker

Schützende Hände: Verena Becker mit Anwalt Hans Wolfgang Euler (Archiv)

Die Entscheidung war zu erwarten: Verena Becker muss ihre restliche Haftstrafe nicht antreten. Die noch offenen, rund 14 Monate Haft wegen der Verurteilung im “Buback Prozess” wurden vom Oberlandesgericht Stuttgart zur Bewährung ausgesetzt. Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre. Mit dieser Entscheidung endet das Kapitel “Verena Becker” im Mordfall Buback nun endgültig.

Die Frage, wer bei dem Attentat 1977 welche Rolle hat, bleibt weiter offen. Doch diese Frage hat bei der Entscheidung über die Bewährung keine Rolle gespielt. Die Nebenkläger hatten diese Entscheidung ohnehin erwartet.

Offenbar hat sich der Senat mit seiner Entscheidung nicht leicht getan. Erstaunlich ausführlich erläutert eine Pressemeldung des Gerichts Umstände und Gründe. Man habe nach der Anhörung von Verena Becker insbesondere insbesondere “die Persönlichkeit der Verurteilten, ihr Vorleben, die Umstände der Tat, das Gewicht des bei einem Rückfall bedrohten Rechtsguts, das Verhalten im Vollzug, die Lebensverhältnisse und die Wirkungen” der Tat zu berücksichtigen. Dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass man Verena Becker eine positive Prognose bescheinigen könne und die Tat im Kontext der (früheren) Terrororganisationen “RAF” und “Bewegung 2. Juni” zu sehen sei ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK