Gefahr Gemeinschaftsordnung

von Wilfried Recker

Gefahr Gemeinschaftsordnung

19. Februar 2014

Die Gemeinschaftsordnung ist das Grundgesetz der Wohnungseigentümergemeinschaft; denn sie bestimmt Art und Umfang der Nutzung des Wohnungseigentums. Beim Kauf vom Bauträger wird die Gemeinschaftsordnung aber nicht von den Nutzern, also den Käufern des Wohnungseigentums, sondern vom Bauträger und Verkäufer verfasst. Damit ist ein Interessenkonflikt zwischen Bauträger und Käufern programmiert. Denn der Verkäufer verfolgt beim Verfassen der Gemeinschaftsordnung nicht (vorrangig) die Interessen der Käufer, sondern (insbesondere) eigene Verkäuferinteressen. Und diese Verkäuferinteressen sind mit den Interessen der Nutzer und Käufer nicht notwendig vereinbar.

Ein Beispiel: Der typische Käufer von Wohnungseigentum hat ein besonderes Interesse daran, die Nutzung der Eigentumswohnung in der Gemeinschaftsordnung auf die Nutzung als Haupt- oder Nebenwohnung zu beschränken. Denn die Nutzung einer Eigentumswohnung auch zu anderen, insbesondere freiberuflichen oder gewerblichen Zwecken ist nicht selten mit erheblichen Beeinträchtigungen und Belästigungen für die anderen Wohnungseigentümer verbunden. Demgegenüber hat der Verkäufer ein besonderes Interesse daran, die Nutzung der Eigentumswohnungen auch zu anderen, insbesondere freiberuflichen und gewerblichen Zwecken zuzulassen ...

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