Defekte Gasetagenheizung - Mietminderung bis zu 80 Prozent rechtens

Für eine Wohnung, die wegen einer defekten Heizung nicht geheizt werden kann, ist in einem Wintermonat eine Mietminderung von 80 Prozent angemessen. Selbst im schon bedeutend wärmeren Mai sind es immer noch 20 Prozent, die der Mieter dann einbehalten darf. Darauf hat das Amtsgericht Dortmund bestanden (Az. 425 C 5019/12) und die Räumungsklage einer Hausbesitzerin wegen angeblich unberechtigter Mietrückstände zurückgewiesen. Die Bewohner einer 4-Zimmer-Wohnung mit Küche, 2 Bädern und Diele bemerkten den Ausfall der Etagengasheizung zum ersten Mal im Mai des Vorjahres. Sie informierten daraufhin das Büro des Ehemanns der Hauseigentümerin, der für die Verwaltung zuständig war, und baten um Beseitigung des Mangels. Gut Ding will Weile haben: Nach vier Monaten, nämlich Ende September, kamen vom Verwalter bestellte Mitarbeiter einer Firma und - erstellten einen Kostenvoranschlag. Dieses Papier traf nach deren eigener Aussage einen weiteren Monat später bei der Hauseigentümerin bzw. ihrem Ehemann ein, der es zu den Akten legte. Erst als sich der Mieterbund einschaltete und seinerseits zur Mangelbeseitigung aufforderte sowie eine Mietminderung von 80 Prozent ankündigte, erschien zu Weihnachten der "verwaltende Ehemann" in der Wohnung - und brachte die Möglichkeit einer Eigenreparatur mit Ersatzteilen aus dem Baumarkt ins Gespräch. Worauf sich die Bewohner verständlicherweise nicht einließen ...Zum vollständigen Artikel


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