Svendsen, Fourcade, die IBU-Regeln und eine Fußspitze

Gemeinsam mit dem Kollegen Rechtsanwalt André Stämmler hatte ich heute das Vergnügen, im Livestream das olympische 15km-Massenstartrennen der Biathlon-Herren zu verfolgen. Nachdem Erik Lesser sich nach dem zweiten Schießen aus der Führungsgruppe verabschiedet hatte, schien die Luft raus zu sein. Doch auf der Zielgerade stellte sich unerwartet eine sportrechtliche Herausforderung.

© Salome – Fotolia.com, mit Bearbeitung durch blog-sportrecht.de

Emil Hegle Svenden hatte im sog. Foto-Finish seinen Widersacher, den französichen Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade geschlagen. Oder doch nicht? Mit bloßen Auge war das kaum zu erkennen. Kein Wunder also, dass auch die ZDF-Grafik zunächst keine eindeutige Platzierung, sondern das Kürzel PhotoFinish auswies. Doch schon recht schnell entschied man anhand des Fotobeweises, dass “Super-Svendsen” das Rennen gemacht hatte und Fourcade diesmal mit Rang zwei vorlieb nehmen musste. Sodann lieferte das ZDF auch im eigenen Twitter-Account das Beweisbild nach.

Knappe Kiste für @SuperSvendsen vor @martinfkde beim #biathlon. 2. Gold für Norwegen nach #Fotofinish in #Sotschi pic.twitter.com/UcQpZuMZaw

— ZDF Sport (@ZDFsport) 18. Februar 2014

Recht eindeutig zu erkennen, wie ich finde. Doch die anschließende Frage musste ja kommen: Was ist denn nun ausschlaggebend, wer nach Auswertung des Zielfotos zum Sieger gekürt wird? Die Skispitze über der Ziellinie oder der Körper des Athleten? Die Antwort gibt Regel 9.2.6 der Wettkampf- und Veranstaltungsregeln der Internationalen Biathlon-Union (IBU). Darin heißt es:

Wird die Fotofinish-Aufnahme benötigt, um über die Reihenfolge des Zieleinlaufs zu entscheiden, bestimmt die Reihenfolge in der Fotofinish-Aufnahme die Platzierungen ...

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