PR-Offensive: Gurlitt-Anwälte stellen Öffentlichkeit her

Der Öffentlichkeitsgrundsatz gehört zu den beherrschenden Prozessmaximen des deutschen Strafrechts. Im Fall des Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt stellen seine Anwälte nun gemeinsam mit den Litigation-PR Experten „Holzinger Associates“ eine „breite Öffentlichkeit“ her, um ihren Argumenten Gehör zu verschaffen und nicht zuletzt, um Druck auf die Staatsanwaltschaft Augsburg auszuüben und diese zur Rückgabe der Bilder anzuhalten.

Bisher gingen Veröffentlichungen zum Fall der vermeintlichen Raubkunst nahezu ausschließlich von Strafverfolgungsbehörden aus, die seit kurzem immer aggressiver Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass es nunmehr die Anwaltschaft ist, die in Sachen Litigation-PR den Staatsanwaltschaften hinterherhinken.

Fakten und Argumente zum Fall Gurlitt

Cornelius Gurlitt hat sich gegenüber der Presse stets nur sehr zurückhaltend geäußert und die Öffentlichkeit ansonsten gemieden. Nun laufen allerdings seine Anwälte zu Höchstform auf und haben eine eigene Internetseite „Gurlitt.info“ online gestellt, auf der sie behaupten, dass nur ein Bruchteil der Bilder überhaupt unter Raubkunstverdacht stehe – nämlich lediglich 3% der insgesamt 1.280 Werke aus dem Schwabinger Kunstfund.

Mit den Worten „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunstinteressierte ...

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