Kosten für “Kontaktaufnahme zu Gott” erkennt Finanzamt nicht an

Die „Kontaktaufnahme zu Gott“ führt objektiv nicht zu einer Umsatzsteigerung eines Unternehmens. Sucht die Firma für die Kontaktaufnahme extra einen „spirituellen Dienstleister“ auf, können die Kosten nicht als Betriebsausgaben bei der Steuer geltend gemacht werden, entschied das Finanzgericht Münster in einem am Montag, 17.02.2014, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 12 K 759/13 G,F).

Geklagt hatte ein Uhren- und Schmuckgeschäft, welches zwischen 2005 und 2010 einen spirituellen Dienstleister bezahlte. Der wollte sich mental „mit dem Sachverhalt auseinandersetzen“ und so den Kontakt zu Gott herstellen.

Mit dem quasi direkten Draht nach oben erhoffte sich das Unternehmen einen Umsatzschub und viele Kunden. Selbst die Werbung fuhr die Firma daraufhin zurück. Die Kosten wollte der Geschäftsführer als Betriebsausgaben bei der Steuer geltend machen.

Doch das Finanzamt ließ sich von der vermeintlichen Hilfe Gottes für das Unternehmen nicht beeindrucken. Weder sei die Inanspruchnahme noch der betriebliche Erfolg der spirituellen Dienstleistung tatsächlich nachgewiesen.

Das Unternehmen meinte, dass dies nicht wirklich eine Rolle spiele. Es sei allein Sache des Steuerpflichtigen, „Art und Umfang von betrieblichen Aufwendungen zu bestimmen“. Auch die Tatsache, dass die Aufwendungen aus weltlicher Sicht ungewöhnlich erschienen, stehe ihrer betrieblichen Veranlassung nicht entgegen ...

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