Kommende EU-Richtlinien für Motorräder

Erst 2010 begann die EU Kommission eine neue Typengenehmigung auszuarbeiten, die Kraftfahrzeuge vom Pedelec über Motorräder und Dreiräder bis zum Quad umfassen (zusammengefasst unter der Kategorie L) und die alten Richtlinien von 2002 ablösen. Tatsächlich treten die überarbeiteten Richtlinien nach und nach in Kraft.

Ab 2016 müssen neu entwickelte Modellreihen und ab 2017 alle neuen Motorräder Antiblockiersysteme aufweisen. Ausgenommen davon sind lediglich Trial-Bikes unter 100 kg und Enduros, die u.a. eine Sitzhöhe von über 90 cm haben und weniger als 140 kg wiegen.

Neuregelung der Abgaswerte

Bei den Abgaswerten tritt erst 2020 die neue Euro 5 Norm in Kraft, die für alle neuen Fahrzeuge der Kategorie L gilt, worunter auch Motorräder fallen. Damit soll das Abgasniveau von Motorrädern demjenigen der Autos angepasst werden. Allerdings will die Kommission 2016 nochmals beurteilen, wie sehr beispielsweise Motorräder überhaupt zu den Emissionswerten im gesamten Straßenverkehr beitragen. Entwarnung gibt es dennoch nicht, denn die EU wird aller Voraussicht nach den Motorrädern keinen Persilschein bei den Abgasen ausstellen. Da die bei der Hauptuntersuchung fällige Abgasuntersuchung in den nächsten Jahren strenger werden wird, werden Hersteller darauf achten müssen, die Emissionswerte möglichst niedrig zu halten. Innerhalb der einzelnen Kategorien gelten jedoch Unterschiede.

Mopeds müssen ab 2014 nicht nur die Abgasnorm Euro 4 erfüllen, sondern auch nachweisen können, dass das jeweils eingebaute abgasreduzierende System mindestens 11.000 km hält. Bei Motorrädern ab einer Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h muss das abgasreduzierende System ab 2016 sogar mindestens 35.000 km ohne Verschlechterung schaffen ...

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