„Farmer des Jahres“ muss RTL-Preisgeld versteuern

Der in der RTL-Doku-Soap 2010 gekürte „Farmer des Jahres“ muss sein Preisgeld aus der Teilnahme an der Fernsehshow versteuern. Das Preisgeld in Höhe von 50.000,00 € stellt kein steuerfreier Spielgewinn dar, sondern unterliegt vielmehr als „sonstige Einkünfte“ der Steuer, entschied das Finanzgericht (FG) Münster in einem am Montag, 17.02.2014, veröffentlichten Urteil (AZ: 4 K 1215/12 E).

Konkret ging es um die Doku-Soap „Die Farm“, die 2010 auf RTL bundesweit ausgestrahlt wurde. Dabei hatten zwölf Teilnehmer für bis zu sieben Wochen ihr sicheres Stadtleben gegen das Leben auf einem abgelegenen und verlassenen Bauernhof in Norwegen eingetauscht. Der Hof verfügte weder über fließendes Wasser noch über sanitäre Einrichtungen oder einen Stromanschluss.

In der von Inka Bause moderierten Show wurden sämtliche Teilnehmer von Kameras begleitet. Abgesehen von einer Grundversorgung mussten sich die Bewohner durch Ackerbau und Viehhaltung ihre Nahrung selbst erwirtschaften.

Wöchentlich fand zudem zwischen zwei Teilnehmern ein „Duell“ statt. Dabei mussten die Duellanten sich in Axtwerfen, Melken, Tauziehen oder auch in der Beantwortung von Wissensfragen messen. Der Verlierer musste aus der „Farm“ ausziehen. Zum Schluss der Doku-Soap-Staffel wurde der „Farmer des Jahres“ gewählt. 2010 war dies Markus Laurenz, der 50.000,00 €-Preisgeld sowie eine Aufwandspauschale für den Aufenthalt in der „Farm“ erhielt.

Doch auch das Finanzamt sah sich hier als „Gewinner“. Das wegen der RTL-Fernsehshow „Die Farm“ erhaltene Geld gehöre zu den „sonstigen Einkünften“ und müsse daher versteuert werden.

„Der Farmer des Jahres“ wollte dies nicht einsehen. Bei dem Preisgeld handele es sich vielmehr um einen Spielgewinn, der ähnlich wie ein Lottogewinn steuerfrei sei ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK