Inwieweit haben Veranstalter von Faschingsumzügen dafür Sorge zu tragen, dass Besucher nicht geschädigt werden?

Veranstalter von Faschingsumzügen haben aufgrund ihrer Verkehrssicherungspflicht dafür Sorge zu tragen, dass Personen und insbesondere minderjährige Zuschauer nicht zu nahe an die Festwagen kommen können – so etwa durch ausreichende Absperrungen oder andere Sicherungsmaßnahmen. Vorkehrungen für alle denkbaren und auch entfernt liegenden Möglichkeiten eines Schadenseintritts müssen sie nicht treffen. Dritte sind allerdings vor den Gefahren zu schützen, die von ihnen erfahrungsgemäß nicht rechtzeitig erkannt und vermieden werden können.

Darauf hat der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz im Rahmen eines Berufungsverfahrens gegen ein Urteil des Landgerichts (LG) Mainz hingewiesen (Beschluss vom 19.12.2013 – 3 U 985/13 –).

In dem Fall hatte die Klägerin den Veranstalter eines Faschingsumzuges und einen am Zug mit Festwagen teilnehmenden Karnevalsverein auf Zahlung von Schmerzensgeld in Anspruch genommen, weil sie, wie sie angab, vom Anhänger des Zugwagens überrollt und dabei verletzt worden war ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK