Ponzi und Schneebälle – Täuschung über die Verwendung einer Anlage

Im Zusammenhang mit großen Insolvenzen mit einem gewissen Anlegerbezug steht häufig der Verdacht nach einem (verdeckten) Schneeballsystem und/oder einen sog. Ponzi-Schema im Raum. So spricht viel dafür, dass die Frankfurter Immobiliengruppe S&K und die Dresdner Finanzgruppe Infinus Schneeballsysteme aufgebaut haben. Bereits als Schneeballsysteme von der Justiz entlarvt wurden die Anlagestrategien von Bernhard L. Madoff Investment Securities LLC, dem Anlageberater Ulrich Engler, dem Begründer der sog. K1-Funds Helmuth Kiener, der FlowTex Technologies GmbH & Co. KG, der Phoenix Kapitaldienste GmbH, der Balsam AG oder das Auszahlungsverschleppungskonzept der HEROS Unternehmensgruppe. Auch im Zusammenhang mit der Insolvenz der Prokon Regenerative Energien GmbH sind immer wieder Stimmen zu hören, die von einem vergleichbaren Schneeballsystem sprechen. Dies nicht zuletzt auch deswegen, weil die BaFin zwischenzeitlich offenbar mitgeteilt hat, dass sie wisse, dass Prokon die Auszahlungen der Altanleger finanziert habe, indem neue Anleger akquiriert wurden.

(Verdeckte) Schneeballsysteme und Ponzi-Schemen haben große Ähnlichkeiten und führen für die betroffenen Personen, die Geld oder Vermögenswerte hingegeben haben, zum Gleichen Ergebnis: Ein wenigstens erheblicher Teil ihrer Anlage löst sich früher oder später in Luft auf.

Wesentlicher Kern beider Systeme ist es jedoch, dass der Geld oder Vermögenswerte hingegeben hat über die tatsächliche Verwendung seiner Anlage getäuscht wird. Gegenüber dem Anleger wird behauptet, dass dessen Mittel in mehr oder minder gewinnbringende Geschäfte investiert würden. In Wahrheit wird die Anlage jedoch beim Schneeballsystem – zumindest teilweise – dafür verwendet, anderen Anlegern angebliche Gewinne aus- oder gar deren Anlage zurückzubezahlen. Bei einem Ponzi-Schema wird den Anlegern ihre Anlage häppchenweise als angeblicher Gewinn aus der Anlage zurückbezahlt ...

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