Der gläserne Autofahrer

Heutzutage werden Unmengen von Daten durch die verschiedensten Systeme unserer modernen Fahrzeuge gespeichert und zum Teil sogar durch die Weltgeschichte gesendet. Beispiele für solche Anwendungen und Techniken sind der automatisierte Notruf „eCall“, die car2car-communication (Kommunikation zwischen verschiedenen Fahrzeugen) wie etwa bei einem Bremsassistenten, die automatisierte Maut-Abrechnung und vieles mehr. Von derlei Datenaufzeichnung und Datenübermittlung weiß der Fahrer in den meisten Fällen nichts, kann nicht eingreifen oder es gar verhindern. Fahrzeugführer und –Halter sind hier also quasi schutzlos. Außerdem schlagen manche KFZ-Versicherer vor, sämtliche Informationen über das Fahrverhalten zu speichern und zu analysieren, um abhängig davon die Versicherungsprämie zu bemessen. Vermeintlich sichere, defensivere Fahrer erhalten Rabatte – bei anderen wird die Prämie erhöht. Auch der Deutsche Verkehrsgerichtstag 2014 befasste sich Ende Januar unter anderem mit dieser Frage und bewertete sie aus datenschutzrechtlicher Perspektive. Man kam unter anderem zu den folgenden Empfehlungen: 1. Der Austausch von Daten aus den Fahrzeugen müsse insbesondere im Hinblick auf das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung gesetzlichen Regeln unterworfen werden. 2. Die Betroffenen müssten frühzeitig darüber informiert werden, welche Daten aus welchem Grunde wie erhoben und verarbeitet werden. 3. Fahrzeughaltern und Fahrern sei es zu ermöglichen, die Datenübermittlung zu kontrollieren und auch ganz zu unterbinden. 4 ...Zum vollständigen Artikel


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