Der Ehrgeiz der Strafverfolger bei der Schlachtung von Politikern …. mal anders

Derzeit füllt der Fall Edathy die Schlagzeilen und vielerorts wird darüber spekuliert, wer der Affäre nach dem zurückgetretenen Minister Friedrich als nächstes zum Opfer fällt. Ich habe gestern darüber im strafblog berichtet. Zu Recht wird in der öffentlichen Berichterstattung vermehrt die auch von mir aufgeworfene Frage problematisiert, ob der Hinweis auf ein vielleicht anstößiges, aber offensichtlich strafloses Verhalten die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens oder den Erlass von Durchsuchungsbeschlüssen rechtfertigen kann, weil man ja vielleicht doch noch etwas Strafbares finden könnte.

Samstags ist bei uns zumeist Kinotag. Gestern Abend haben wir uns “American Hustle” angeschaut, der von Oscar-Anwärter David O. Russel gedreht wurde und mit einem Wahnsinnsaufgebot von Top-Schauspielerinnen und Schauspielern aufwartet, die – das kann ich vorwegnehmen – durchweg grandios ihre Rollen verkörpern. In dem Film geht es – wie im richtigen Leben – um engagierte Strafverfolger, die sich zum Ziel gesetzt haben, einflussreiche Politiker zu Strecke zu bringen und hierdurch die eigene Karriere zu befördern.

Zur Story:

Da ist der figürlich leicht aus den Fugen geratene, etwas schleimige und Kunsthaar tragende Betrüger Irving Rosenfeld, der es auf vielfältige Weise versteht, seine Mitmenschen um ihr Bestes – nämlich ihr Geld – zu erleichtern. Der Mann betätigt sich gegen ein stattliches Entgelt als Kreditvermittler, wobei seine in die finanzielle Bredouille geratenen Kunden leider nie tatsächlich einen Kredit erhalten. Er verkauft gefälschte Kunstwerke als echt und ist überhaupt vor keinem schmierigen Geschäft fies. Er hat sich schon von Kindesbeinen an zu einer kriminellen Laufbahn entschieden, nachdem er mitbekommen hatte, wie sein biederer Vater – Inhaber einer Glaserei – sich von seinen Kunden über´s Ohr hauen ließ. Rosenfeld wird von einem sehr verwandelten Christian Bale gespielt, der eine absolut oscarreife Leistung abliefert ...

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