Die Entziehung des Doktorgrades

Aus der Anzahl und dem Umfang der erhobenen Angriffe gegen ein Urteil ergeben sich nicht zugleich auch besondere rechtliche Schwierigkeiten, die eine Zulassung der Berufung rechtfertigen könnten.

So der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in dem hier vorliegenden Fall eines Antrags auf Berufungszulassung. Nachdem durch das Verwaltungsgericht Karlsruhe die Klage der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin gegen die Entziehung ihres Doktorgrades abgewiesen worden war, hat diese einen Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt.

Die Philosophisch-Historische Fakultät der Universität Heidelberg verlieh der Klägerin aufgrund ihrer Dissertation “Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik: Die Lateinische Münzunion 1865 – 1927″ im August 2000 den Grad eines Doktors der Philosophie. Im April 2011 erhielt das Dekanat der Fakultät Hinweise, wonach die Dissertation teilweise ein Plagiat sein könnte. Nach einer Untersuchung beschloss der Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät, der Klägerin den Doktorgrad zu entziehen. Der Vorsitzende des Promotionsausschusses setzte dies mit Verfügung vom 22. Juni 2011 um. Mit ihrer dagegen erhobenen Klage rügte die Klägerin Verfahrensmängel und sie wandte sich gegen die Plagiatsvorwürfe. Diese Klage wurde vom Verwaltungsgericht Karlsruhe mit Urteil vom 4. März 2013 abgewiesen.

Mit ihrem Antrag, die Berufung gegen dieses Urteil zuzulassen, machte die Klägerin mehrere Zulassungsgründe geltend: ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des Urteils, besondere tatsächliche und rechtliche Schwierigkeiten der Rechtssache, die Abweichung von einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs sowie eine grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache ...

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