BAG: Zur Pflicht öffentlicher Arbeitgeber auch Schwerbehinderte zu Vorstellungsgesprächen einzuladen

Das Bundesarbeitsgericht hat kürzlich in seinem Urteil vom 22.8.2013, Az.: 8 AZR 563/12 entschieden, dass öffentliche Arbeitgeber die Pflicht trifft, auch Schwerbehinderte zu Vorstellungsgesprächen einzuladen. Wird die Bewerbung eines Betroffenen zunächst zurückgewiesen und dieser sodann doch zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, ist dies ein Formfehler, der nicht geheilt werden kann.

Vorliegend hatte ein Arbeitnehmer mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 100 geklagt. Er hatte sich bei der Beklagten beworben und eine Absage erhalten, ohne vorher zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden zu sein. Sodann erhob er Klage auf eine Entschädigungszahlung in Höhe von 5.816,37 € wegen Benachteiligung. Hierauf informierte das beklagte Land den Kläger, dass das Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei ...

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