Schnelltest zum Thema Scheinselbständigkeit +++ Scheinselbständigkeit ist unabhängig von der Frage, ob man für einen oder mehrere Auftraggeber tätig ist. Scheinselbständig ist, wer tatsächlich als Arbeitnehmer in einem sozialversicherungspflichtigen Arbei

Rechtsanwalt Bodem, Fachanwalt Arbeitsrecht Berlin

Das Problem der Scheinselbständigkeit führt stets zu ganz erheblichen – zum Teil existenzgefährdenden – Nachforderungen der Sozialversicherung nebst Säumniszuschlägen. Ggfs. droht dem Auftraggeber eine strafrechtliche Anklage wegen der verspäteten bzw. nicht erfolgten Zahlung der Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung (§ 266a StGB). Ausgewiesene und einbehaltene Umsatzsteuer (Vorsteuer) ist den beteiligten Finanzämtern (§ 14c UStG) zu erstatten. Der Scheinselbständige hat seine Rechnungen zu korrigieren, die Einkommensteuererklärungen der betroffenen Jahre zu berichtigen, Betriebsausgaben und Vorsteuer sind komplett rückabzuwickeln.

Der Auftraggeber wird für die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung in Anspruch genommen (ca 43 %). Diese berechnen sich anhand der gezahlten Honorare, die dann als fiktiver Nettolohn zu Grundlage für die Berechnung des Bruttoeinkommens gemacht werden, wenn dem Auftraggeber Vorsatz hinsichtlich der Nichtabführung der Sozialversicherung nachgewiesen werden kann.

Beispiel: Hat der Auftraggeber monatlich ca. 3.000 EUR netto zzgl. USt. an Honorar gezahlt, sind das in 2014 bei Steuerklasse VI (Abtastverfahren) (in Berlin West) 6.535 EUR brutto ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK