Nein, auch drei Leitzordner mit Gläubigerschreiben reichen nicht, um Beratungshilfe zu bekommen

Ich hatte zuletzt 3 Leitzordner mit Gläubigerunterlagen an die Rechtsantragstelle geschickt, die von mir für über 65 Gläubiger die Vorlage eines Forderungsverzeichnisses forderten, bevor Beratungshilfe bewilligt wird.

Jetzt habe ich die Antwort erhalten:

Antwortschreiben der Rechtsantragstelle

Natürlich bin ich nicht besonders amüsiert, einen eindeutigeren Fall für eine Verbraucherinsolvenz habe ich noch nicht gesehen. Aber zunächst muss der Rechtspfleger überzeugt werden:

Sehr geehrter Herr Rechtspfleger XXXXXXX,

leider kann ich Ihre Bedenken, die der Erteilung der beantragten Beratungshilfe entgegenstehen sollen, nicht nachvollziehen.

Sie fordern von mir eine vollständige und aktuelle Gläubigerliste, die alle Gläubiger und die Höhe der Forderungen enthält, sowie die Kopie von 3-4 aktuellen Gläubigerschreiben. Ich habe Ihnen drei prall gefüllte Leitzordner mit sämtlichen Gläubigerschreiben vorgelegt.

Nach § 4 Abs. 2 BerHG ist der Sachverhalt, für den Beratungshilfe beantragt wird anzugeben. Das Gericht kann auch die Glaubhaftmachung seiner tatsächlichen Angaben verlangen. Die Vorlage einer Gläubigerliste wird aus gutem Grund nicht verlangt ...

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