Die größtenteils ungenehmigt entstandene Wohnbebauung

Eine Gemeinde muss die in einem Gebiet über lange Zeit gewachsene, aber in Teilen rechtswidrige Bebauung nicht legalisieren und eine Dauerwohnnutzung zulassen.

So das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in den hier vorliegenden Fällen mehrerer Eigentümer, die sich mit Normenkontrollanträgen gegen die Bebauungspläne der Gemeinde Seevetal gewehrt haben, mit denen “Waldsiedlungen” in Wochenendhausgebiete mit Gebäudehöchstflächen festgesetzt worden sind. Ziel der Bebauungspläne “Lindhorst 1 + 2, 1. Änderung” und “Lindhorst 5″ der Gemeinde Seevetal war es insbesondere, Dauerwohnnutzungen zurückzudrängen, die seit den 1920er Jahren in einer waldartigen Landschaft größtenteils ungenehmigt entstanden waren. In den 1970er Jahren hatte die Gemeinde dies schon einmal versucht und Gebäude-Höchstflächen von 50 m² festgesetzt. Mit den angefochtenen Bebauungsplänen erhöhte sie in den nun festgesetzten Wochenendhausgebieten die Grundfläche auf 70 m², gewährte aber nur genehmigten Vorhaben “Bestandsschutz”.

Die Antragsteller sind Eigentümer von teils mit, teils ohne Genehmigung zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden ...

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