Die von der Bierbank stürzende Lehrerin und weitere kuriose Arbeitsunfälle

Führt eine feucht-fröhliche Klassenfahrt auch in ein Bierzelt, kann der Sturz einer Lehrerin von einer Festzeltbank einen Dienstunfall darstellen. Denn ist der Besuch des Bierzeltes ein offizieller Programmpunkt der Fahrt, gehört es zu den Dienstpflichten der Lehrerin, als Begleit- und Aufsichtsperson daran auch teilzunehmen, entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart in einem am Mittwoch, 12.02.2014, bekanntgegebenen Urteil vom 31.01.2014 (AZ: 1 K 173/13).

Damit bekam eine Lehrerin recht, die es auf einer Klassenfahrt nach München so richtig hat krachen lassen. Ein Programmpunkt war der Besuch des Münchener Frühlingsfestes am 03.05.2012. Zum Ausklang des Volksfestes ging die Lehrerin zusammen mit einer Kollegin und mehreren Schülern in ein Bierzelt. Die Stimmung war so gut, dass die Pädagogin und zwei Schülerinnen auf der Festzeltbank standen.

Doch um 22.00 Uhr stürzte in all der Ausgelassenheit die Bank um. Die Lehrerin erlitt eine Rückenverletzung und musste im Krankenhaus behandelt werden. Sie war bis zum 10.06.2012 dienstunfähig.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte als Schulbehörde für den Sturz von der Festzeltbank kein Verständnis und lehnte die Anerkennung des Vorfalls als Dienstunfall ab. Dem Besuch eines Bierzeltes zum Tagesausklang fehle der „natürliche Zusammenhang mit den eigentlichen Dienstaufgaben einer Lehrkraft“, so die Schulbehörde ...

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